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Freundschaft mit Pferden

Eine Balance von Geben und Nehmen

Freundschaften mit Pferden sind ähnlich wie die mit Menschen. Leute die nur anrufen, wenn sie etwas von Dir möchten und es im Gespräch nur um sie geht, sind nicht die Menschen die wir als Freund bezeichnen. Das Geben und Nehmen in einer Freundschaft muss über eine längere Zeit ausgeglichen sein. Klar gibt es Zeiten wo meine Bedürfnisse im Vordergrund stehen, weil ich gerade mit einer Herausforderung konfrontiert bin und froh bin, wenn ich mit einer Freundin mich darüber austauschen kann, bis ich Klarheit bekomme.

Freundschaften mit Pferden müssen auch im Gleichgewicht sein. Oft sehe ich hier viel Nehmen und frage mich wo das Geben ist? Viele kommen ich in den Stall und holen, putzen, und reiten und bringen dann das Pferd wieder in die Herde oder Boxe zurück. Alles ist zweckgebunden, damit der Mensch reiten kann oder das Pferd bewegt wird.

Klar ist das Pferd froh, wenn es raus kommt und sich bewegen kann, ist auch eine Form von Geben. Zu einer Freundschaft gehört auch einfach das Zusammensein, ohne das man etwas vom anderen verlangt. Wahre Freunde rufen auch einfach an, um zu sehen wie es einem geht, nicht mehr und nicht weniger. Dadurch schenken sie einem Zeit und Aufmerksamkeit und kommunizieren damit, Du bist mir wichtig.

Ich gehe mit meinen Pferden viel Grasen und habe schon die Bemerkung gehört, sie können doch auf der Weide grasen. Klar das können sie und tun sie auch. Mir geht es vermehrt, dass ich Zeit mit meinen Pferden verbringe, wo ich auch nichts von ihnen verlange. Das kann auch einen gemütlicher Spaziergang im Wald sein, wo sie an verschiedenen Gräsern knabbern oder etwas erkundigen. Im Sommer setze ich mich gerne auf die Weide und schaue den Pferden beim Grasen zu. Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Freundschaft zu pflegen.